Medizinische Fortpflanzungsstörungen
beim Mann
Eine eingeschränkte Fruchtbarkeit des Mannes beruht in den meisten Fällen auf Veränderungen der Spermien – ihrer Zahl, Beweglichkeit oder Form. Die Spermienbildung im Hoden dauert etwa 74 Tage; anschließend reifen sie im Nebenhoden und werden über die Samenwege transportiert. Störungen können in jedem dieser Schritte auftreten und werden im Spermiogramm beurteilt. Ergänzend untersuchen wir aufbereitete Ejakulatproben, um die Befruchtungsfähigkeit genauer einzuschätzen.
Die häufigste Befundkonstellation ist das OAT-Syndrom, bei dem Anzahl, Beweglichkeit und Form der Spermien gleichzeitig eingeschränkt sind. Lässt sich eine zugrunde liegende Ursache behandeln, bestehen häufig gute Möglichkeiten, die Fruchtbarkeit zu verbessern. Einige Einflussfaktoren können positiv beeinflusst werden, etwa durch regelmäßige Bewegung, den Verzicht auf Nikotin und Alkohol, das Meiden hoher Temperaturen (z. B. Sauna oder sehr heiße Bäder) sowie die ärztliche Überprüfung von Medikamenten. Viele Aspekte der Spermienqualität sind jedoch biologisch bedingt und nur begrenzt beeinflussbar. Eine Einschränkung ist daher kein persönliches Versäumnis. Mit zunehmendem Alter – etwa ab 40 Jahren – nimmt auch die männliche Fruchtbarkeit allmählich ab.
Es werden nicht genug reife und gut bewegliche Samenzellen produziert.
Gründe:
- Krampfadern im Hoden
- Hodenhochstand
- Infektionen mit hohem Fieber
- Schädigung der Erbanlagen
- Hormonelle Störung
Die Samenleiter können schwer durchgängig oder total verschlossen sein.


